Hauptinhalt

Gans nach unserem Geschmack

Gans nach unserem Geschmack

Zu Martini kommt traditionell bei vielen österreichischen Familien das „Gansl“ auf den Teller. Beim Fleischkauf ist aber Vorsicht geboten!

Dem heiligen Martin von Tours zu Ehren kommt die Gans in den Ofen, dabei ist er doch der Schutzpatron der Haustiere. Die Geschichte begann, als die Bewohner von Tours damals, im Jahr 371, einen neuen Bischof suchten. Ihre Wahl fiel auf Martin, der sich selbst aber nicht in der Lage für dieses Amt sah. So versteckte er sich in einem Stall. Eine schnatternde Gänseschar hat ihn jedoch verraten. Martin wurde damit der dritte Bischof von Tours und die die Gänse büßen noch bis heute.

Genuss ohne Qual

Dass die Gänse bis heute büßen müssen, bezieht sich darauf, dass sie geschlachtet und gegessen werden. Das bedeutet aber nicht, dass die Gans vor ihrem Tod unnötig leiden muss. Tierwohl oder aber auch Tierquälerei können wir mit unserem Kaufverhalten fördern.

Wer sich beim Gansl-Kauf vom Preis verführen lässt, kauft oft eingeschweißte Gänse aus Massentierhaltung (zum Beispiel aus Polen oder Ungarn). Stopfmast und Lebendrupf sind hier keine Seltenheit.

In Österreich sind solch quälerische Praktiken verboten. Der Import solcher Gänse ist aber erlaubt.

Wer also sein Martinigansl mit gutem Gewissen genießen will, kauft eine österreichische Gans aus artgerechter Tierhaltung und wird zudem mit einem zarten Gänsefleisch, das sich in Farbe und Geschmack deutlich von anderen Gänsen unterscheidet, belohnt.