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Fundamentale Rechte von Kindern in der Corona-Krise sichern

Fundamentale Rechte von Kindern in der Corona-Krise sichern

Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Bildung, ein Recht auf Sicherheit und ein Recht auf andere Kinder.

Die Arbeiterkammer begrüßt die Wiederaufnahme des normalen Unterrichts in Schulen, wenn auch nicht an den Oberstufen. Gleichzeitig fordert AK Präsidentin Renate Anderl, dass nun endlich drei Prioritäten im Bildungsbereich umgesetzt werden. „Ein weiterer Schul-Lockdown wäre für SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern eine Katastrophe“, warnt Anderl. „Viele der Belastungen, denen Schulen und Familien jetzt ausgesetzt waren und teilweise immer noch sind, wären durch gute Planung vermeidbar.“ LehrerInnen, SchülerInnen und deren Eltern brauchen nun volle Unterstützung anstelle von Verunsicherung und Chaos, damit kein Kind zurückgelassen wird und Bildungsrückstände schnellstmöglich aufgeholt werden.

Priorität 1: Recht auf Bildungschancen!

In diesem Schuljahr sollen Fördermaßnahmen flexibel organisiert werden können. Schulen muss zugesprochen werden, dass sie autonom Fördermaßnahmen organisieren können, um entstandene Bildungslücken zu schließen. Mittelfristig braucht es die Umsetzung des Chancenindex um Schulen mit vielen Kindern, deren Eltern ihnen nicht beim Lernen helfen können, dafür auszustatten. Für
SchülerInnen der Sekundarstufen sollen regelmäßige Präsenzphasen in Kleingruppen organisiert werden.

Priorität 2: Recht auf Sicherheit!

LehrerInnen und SchülerInnen müssen umgehend für die Öffnung ausgestattet werden, damit nach dem Lockdown Lernen sicher organisiert werden kann. Es braucht Sicherheitskonzepte und -ausrüstung für Schulen, damit sicherer Unterricht im restlichen Schuljahr möglich bleibt.

Priorität 3: Recht auf andere Kinder!

In der COVID Krise braucht es besondere Regeln für Kinder und Jugendliche, die sie einhalten können und die nicht auf Kosten ihrer psychisch-emotionalen Gesundheit gehen. Schulen sind nicht nur Verwahrungs- und Betreuungsstätten, sondern ein wichtiger Faktor für die kindliche Entwicklung.

„Die Corona-Krise ist noch nicht ausgestanden. Umso wichtiger ist es, dass Schulen nun endlich krisenfit werden“, so Anderl abschließend.