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Das isst Österreich zu Ostern

Das isst Österreich zu Ostern

Neun Bundesländer, neun unterschiedliche Osterjausen. Lediglich Kren, eingefärbte Eier, Schinken und der süße Osterstriezel sind der kleinste gemeinsame Nenner, wenn es darum geht, was in Österreich zu Ostern serviert wird.

Kärnten trumpft mit seinem Reindling – einem Germgebäck mit Rosinen, Zimt und Zucker – auf, wohingegen die Mostviertler stolz sind auf ihre Godnküpfi. „Sag es durch das Lebkuchenherz“, heißt es in Gmunden am Traunsee, wenn am Liebstattsonntag die süß duftenden Herzen an die Liebsten verschenkt werden

Der Kärntner Reindling

Der süße „Reindling“ oder „Wazan“ (Weizernes) ist ein Kuchen aus Germteig mit einer Fülle aus Nüssen, Rosinen und Zimt. Er trägt seinen Namen von der Backform, dem „Reindl“ aus gebranntem Ton. Dazu mundet die „gefüllte Butter“ besonders gut. Dabei handelt es sich um Butter, um die sich eine Fülle aus einem Mohn-Honig-Rosinen-Gemisch hüllt. Typisch für Kärnten ist es sogar, ein Stück Osterreindling mit der gefüllten Butter zu bestreichen und es mit Schinken und Kren zu belegen.

Rund um Ostern feiern katholische Mostviertler den „Godntag“: An diesem Tag kommen die Taufpaten – im Mostviertel „Godn“ genannt – zu Besuch und haben ein flaumiges Mitbringsel für die Kinder im Gepäck: das „Godnküpfi“. Hergestellt aus zartem Hefeteig, kunstvoll geflochten und zu einem großen Kipferl geformt, ist die süße Köstlichkeit fester Bestandteil des kulinarischen Brauchtums an den Osterfeiertagen. Die Brioche wird mit einer Münze gespickt, zusammen mit den Ostereiern überreicht und kommt am Ostersonntag neben dem traditionellen Osterschinken auf den Tisch.

Die Vorfreude auf Ostern weckt in Gmunden in Oberösterreich der „Liebstattsonntag“. Der Freudensonntag, lateinisch „Lätare“, stimmt nach der kirchlichen Tradition zur Mitte der Fastenzeit auf das nahe Osterfest ein. Im 17. Jahrhundert kam in Gmunden in Oberösterreich der Brauch auf, an diesem Tag den Armen ein Essen auszugeben und damit „Lieb abzustatten“. Inzwischen hat sich der Brauch gewandelt und wird auch in anderen Regionen in Oberösterreich gepflegt: Heute schenkt man sich am „Liebstattsonntag“ verzierte Lebkuchenherzen als Zeichen der Zuneigung und Freundschaft. Neben dieser liebevollen Geste wird dieser besondere Tag mit einem Festumzug, diversen Konzerten und Ausfahrten der Traunsee-Schifffahrt gefeiert. Der Liebstattsonntag gehört zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO.

(Quelle: Österreich Werbung)