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Babynews: 30,1% der 2019 Geborenen kamen per Kaiserschnitt zur Welt

Babynews: 30,1% der 2019 Geborenen kamen per Kaiserschnitt zur Welt

Im Jahr 2019 wurden in Österreich 84.222 Kinder lebend geboren.

Laut Statistik Austria wog ein neugeborenes Mädchen dabei durchschnittlich 3.257 Gramm und war 50,3 cm lang. Buben waren mit 3.383 Gramm etwas schwerer und mit 50,9cm auch größer. 30,1% der 2019 Geborenen wurden mit einem Kaiserschnitt entbunden; bei 13,5% war es ein ungeplanter Kaiserschnitt, bei weiteren 16,6% war der Kaiserschnitt geplant. 6.223 Babys kamen zu früh zur Welt – also vor der 37.Schwangerschaftswoche. Das entspricht einer Frühgeborenenquote von 7,4%.

Nur 1,6% der Babys außerhalb eines Krankenhauses geboren

98,4% der Babys wurden in einem Krankenhaus geboren, bei 273 Geborenen entschied sich die Mutter für eine Geburt in einem Entbindungsheim oder einer Hebammenpraxis. In nur 1,4% dieser Fälle blieb die Mutter weniger als 24 Stunden im Spital bzw. Entbindungsheim ("ambulante Geburt"). 940 Babys kamen zu Hause zur Welt. 33 Babys wurden auf dem Weg ins Spital geboren.

Trend zu immer späterer Mutterschaft

Das durchschnittliche Alter der Mutter zum Zeitpunkt der Geburt lag 2019 bei 31,2 Jahren, das sind um 4,4 Jahre mehr als vor 30 Jahren (1989: 26,8 Jahre). Im gleichen Zeitraum erhöhte sich das Durchschnittsalter der Frauen, die zum ersten Mal Mutter wurden, von 24,8 Jahren auf aktuell 29,9 Jahre. Der Anteil der Mütter, die bei der Geburt ihres Kindes unter 20 Jahre alt waren, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verringert (1989: 6,4%; 2019: 1,3%), jener der Frauen, die mit 35 Jahren oder später Mütter wurden, hat sich hingegen mehr als verdreifacht (1989: 6,5%; 2019: 24,0%).

Mit zunehmendem Gebäralter steigt Wahrscheinlichkeit einer Kaiserschnittentbindung

62,8% der Neugeborenen wurden 2019 spontan entbunden, bei 7% wurde eine Saugglocke eingesetzt. Nur ganz selten kamen Neugeborene mit Hilfe einer Geburtszange zur Welt (2019 bei 35 Geburten). Die österreichweite Kaiserschnittquote lag 2019 erstmals knapp über 30%, nachdem sie sich in den letzten Jahren bei unter 30% eingependelt hatte (2018: 29,4%). Die bundeslandweiten Unterschiede in den Kaiserschnittquoten reichten von 25,3% in Oberösterreich und 25,7% in Vorarlberg bis 35,1% im Burgenland und 35,7% in der Steiermark.

Das Gebäralter von Frauen mit Kaiserschnitt war durchschnittlich etwas höher als jenes der spontan gebärenden Frauen (32,0 Jahre gegenüber 30,9 Jahren). Bei Schwangeren, die 35 Jahre oder älter waren, wurde 1,5 Mal häufiger ein Kaiserschnitt vorgenommen als bei Frauen unter 25 Jahren (Kaiserschnittrate 36,8% gegenüber 23,8%).

Ein wesentlicher Indikator für die medizinische Notwendigkeit einer Kaiserschnittentbindung ist die Lage des Kindes im Mutterleib. So erfolgte bei regelwidriger Schädellage in beinahe der Hälfte der Fälle (48,5%), bei Querlage bzw. Beckenendlage sogar in mehr als 90% der Fälle (93,5% bzw. 97,1%) ein Kaiserschnitt. Aber auch bei regelrechter Schädellage kam rund ein Viertel der Babys durch einen Kaiserschnitt zur Welt.

Rund 6% der Einzelgeborenen und 60% der Mehrlingsgeborenen waren Frühgeburten

92,3% der Lebendgeburten erfolgten termingerecht, d. h. zwischen der 37. und 42. Schwangerschaftswoche. 7,4% waren zu früh und 0,3% übertragen. Damit stieg die Frühgeborenenquote geringfügig gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte. Den bisherigen Höchstwert an Frühgeborenen gab es im Jahr 2008 mit 8,9%.

Der Anteil Neugeborener mit geringem Geburtsgewicht ist gegenüber dem Vorjahr gleich geblieben. 2019 wogen 6,2% der Babys weniger als 2.500 Gramm. Ein hohes Geburtsgewicht von 4.500 Gramm und mehr wiesen 1,3% der neugeborenen Buben und 0,6% der Mädchen auf.

Bei Mehrlingsgeborenen kommen Frühgeburt und niedriges Geburtsgewicht wesentlich häufiger vor. 57,7% der 2.482 als Zwilling oder Drilling Geborenen kam vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt; bei 56,1% lag das Geburtsgewicht unter 2.500 Gramm. Bei Einzelgeborenen lagen diese Anteile bei 5,9% bzw. 4,7%.

 

Quelle: Statistik Austria