Hauptinhalt

Brenner-Basistunnel

Brenner-Basistunnel

Großbaustelle trifft Erlebniswelt

Der Brenner-Basistunnel ist eine bautechnische Meisterleistung, die künftig Österreich und Italien verbindet. Und in den Tunnelwelten können große und kleine BesucherInnen allerhand erleben.

Während seit rund zehn Jahren täglich an die 2.000 MitarbeiterInnen an der Fertigstellung des insgesamt 64 Kilometer langen Eisenbahntunnels arbeiten, wirft unsere vierköpfige Testfamilie einen Blick hinter die Kulissen des Brenner-Basistunnels. Mama Kathrin, Papa Christoph und die beiden Kinder Leonie und Felix verbringen ein lehrreiches, lustiges und vor allem spannendes Wochenende in Steinach am Brenner und tauchen in die Erlebniswelten des Brenner-Basistunnels ein.

SPRENGEN, LOK FÜHREN UND GESCHICHTEN LAUSCHEN

Die Tunnelwelten – direkt neben dem JUFA – bieten allen BesucherInnen spannende Einblicke in die geheimnisvolle Welt rund um den Bau des Brenner-Basistunnels. Zahlreiche Stationen zu den Themen Geschichte, Geologie, Vermessung, Tunnelbau, Technik und Umwelt laden zum Mitmachen, Forschen und spielerischen Lernen ein. Felix stürmte gleich in den Schautunnel und leitete eine Zündung ein. Kaum auf den roten Knopf gedrückt, mussten sich die beiden Kinder schnell die Ohren zuhalten, denn kurz darauf folgte ein gewaltiger Knall, und eine Sprengung wurde projiziert. Im echten Tunnel wären die Kinder jetzt von den Haarspitzen bis zu den Zehen voll mit Staub …

Bei der nächsten Station geht es etwas ruhiger, aber nicht weniger spannend zu. Wer würde nicht mal gerne als Lokführer oder Lokführerin durch Tirol fahren? Dieser Traum wird im Bahnsimulator – zumindest virtuell – wahr. Ein Highlight unter den zahlreichen Stationen war für Leonie die gemütliche Märchenkaverne. Sie liebt (Hör-) Bücher, und die Märchen und Sagen der Tiroler Bergwelt haben es ihr in der Erlebniswelt angetan. Gleich vier Geschichten hat sie gehört, bis es weiter zur Kletterwand ging. Beim Stausimulator, einem interaktiven Spiel, bei dem sich anschaulich das Verkehrsverhältnis zwischen Autobahn und Schienen zeigt, waren sogar Mama Kathrin und Papa Christoph voll im Geschehen. Alle haben mitgemacht, getüftelt und beobachtet. Übrigens: Die Tunnelwelten sind kostenlos zugänglich. Der Bau des Brenner-Basistunnels ist ein EU-Projekt von enormer Größe und daher wird im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit die Bevölkerung mittels eines Ausstellungszentrums darüber informiert.

MIT WARNWESTE, GUMMISTIEFELN UND HELM AUF DIE BAUSTELLE

Nach dem Mittagessen durften Leonie, Felix und ihre Eltern die Großbaustelle „in echt“ besichtigen. Die Führung startete auf der Deponie. Hier wird das Gesteinsmaterial, das großteils mittels Förderbandanlagen aus dem Berginneren kommt, gelagert und weiterverarbeitet. Eine faszinierende Tatsache ist auch, dass es einen Tunnel für den Tunnel gibt. Um für die Siedlungen rund um den Bau Verkehr, Lärm und Staub möglichst gering zu halten, wurde ein eigener Tunnel für den Transport errichtet. Dieser ist 700 Meter lang und führt direkt von der Baustelle zur Deponie. Felix staunt außerdem nicht schlecht, als er einen ausgestellten Bohrkopf der Tunnelbohrmaschine sieht. Unglaubliche acht Meter Durchmesser hat dieser. Bis zu 50 Prozent des Tunnels kann gebohrt werden, der Rest muss durch Sprengung erfolgen. Alle drei bis sechs Stunden wird pro Vortrieb gesprengt, so schaffen die ArbeiterInnen ein Weiterkommen von durchschnittlich acht Metern pro Tag.

Es werden aber nicht nur die beiden Tunnelröhren für den Zug gebaut, sondern auch ein Erkundungsstollen unter dem Basistunnel, um die Geologie zu prüfen, und die Nothaltestellen, die künftig der Sicherheit der Zugpassagiere dienen. So, nun genug von der Theorie und hinein in den Tunnel. Mit Warnweste, Gummistiefeln und Helm steigt unsere Testfamilie in einen Kleintransporter, und der bringt sie vier Kilometer hinein in den Brenner-Basistunnel. Obwohl der Tunnel riesig ist, hatten alle trotzdem ein mulmiges Gefühl – vielleicht, weil es noch kein Licht am Ende des Tunnels gibt? Aber daran wird auf Hochtouren gearbeitet. Unsere Testfamilie beobachtet die Baumaschinen und „darf“ sogar in einem der Notfallcontainer Platz nehmen.

DYNAMO SPRENGER SAGT„AUF WIEDERSEHEN“

Schmutzig, aber mit vielen neuen Eindrücken kommen Kathrin, Christoph, Leonie und Felix zurück zur Erlebniswelt, wo sie von Maskottchen „Dynamo Sprenger“ verabschiedet werden. „Jetzt sehen wir den Brenner-Basistunnel nicht mehr nur als eine riesige Baustelle, sondern als das, was es ist, nämlich ein nachhaltiges, bautechnisches Meisterwerk!“

 

BBT Infocenter Tunnelwelten

Alfons-Graber-Weg 1

6150 Steinach am Brenner

www.tunnelwelten.com 

Testfamilien gesucht!

Willst du mit deiner Familie zu unserer Testfamilie werden? Bist du gerne mit deiner Familie unterwegs? Dann bewirb dich als Testfamilie und genieße kostenlos einen mehrtägigen Aufenthalt in einer vorgegebenen Reisedestination, komm zu einem Testessen in ein Restaurant oder verbringe einen tollen Ausflugstag. Wir berichten dann von deinen Erlebnissen.

Jetzt bewerben!

Weitere Berichte von Testfamilien