Gesunde Ernährung an Wiens Schulen

Vitaminreiches und gesundes Essen ist die beste Grundlage für die Konzentration und Leistungsfähigkeit unserer Kinder. Obwohl diese Tatsache allgemein bekannt ist, ist die Umsetzung bei der Schulverpflegung oft gar nicht so einfach. Es muss den Kindern schmecken, für die Eltern leistbar und für die Schule umsetzbar sein. Wien hat sich dieser Herausforderung gestellt und den Bio-Anteil bei den Zutaten für das Schulessen noch weiter erhöht.

Wien: Vorreiterrolle in Österreich

Schon lange wird in Wien auf Bio gesetzt. Bereits im Jahre 2001 hat die Stadt die erste Initiative für Bio-Essen in Bildungseinrichtungen gestartet. Nun ist es gelungen, den Bio-Anteil in den Mittagessen und Jausen an öffentlichen Ganztagsschulen von 40 auf 50 Prozent zu erhöhen. Eine von Greenpeace durchgeführte Studie aus dem Jahr 2018 ergab, dass Wien deutlich auf Platz 1 landet, wenn es um gesundes und umweltfreundliches Essen in Bildungseinrichtungen geht.

Mehr Tiergerechtigkeit

Erstmals wurde auch das Thema „Tiergerechtigkeit“ aufgegriffen. Ab jetzt dürfen nur mehr Eier und Eiprodukte von Hühnern aus Freilandhaltung für die Zubereitung der Speisen verwendet werden.

Gratis-Bio-Schulfruchtprogramm

Seit dem Jahr 2015 gibt es an allen Wiener Pflichtschulen das „Gratis-Bio-Schulfruchtprogramm“. Wöchentlich werden Obst und Gemüse aus regionaler Bio-Produktion direkt in die Schulen geliefert.

Eine wichtige Rolle bei der Organisation der Schulverpflegung spielt unter anderem der Landeselternverband Wien. Er wickelt die notwendigen Prozesse ab und fungiert als Bindeglied zwischen Eltern und Lieferanten. Karl Dwulit, Vorsitzender des Landeselternverbandes Wien freut sich über den Erfolg: „Das ist vor allem auch dank unserer zuverlässigen PartnerInnen in Wien gelungen“.

„Die Stadt Wien gibt täglich rund 100 000 Essen aus. Da ist es nur naheliegend, dass wir versuchen das beste Essen für unsere Kinder auf den Tisch zu bringen“ sagt Gemeinderat Josef Taucher. Seit Jahren gibt es Gespräche zwischen der Stadt Wien, der Umweltschutzabteilung der Stadt Wien, der Tierombudsstelle und dem Ökosozialen Forum Wien. Nun zeigt sich, dass sich konsequentes Dranbleiben auf alle Fälle lohnt.

„Ich bin stolz, dass wir mit der Erhöhung des Bioanteils um 10 Prozent - von bisher 40 auf 50 Prozent – den nächsten Schritt gemacht haben“, so Taucher abschließend.